Feuerbachbueste

EINE ZEITENWENDE IM STRAFRECHT

THEORIE UND DOGMATIK, KRIMINOLOGIE UND KRIMINALPOLITIK, GESCHICHTE UND REZEPTION
Feuerbachbueste
Foto: Karl-Heinz Appelt, Heiti Paves

Paul Johann Anselm Feuerbach (1775-1833)

schuf die moderne deutsche Strafrechtslehre und entwickelte die Formel eines rechtsstaatlichen Strafrechts, die zu einem "weltweit zitierten Postulat" wurde: nullum crimen, nulla poena sine lege. Er sorgte – wie Gustav Radbruch es nannte – für eine "Zeitenwende" des Strafrechts. Und er war ein Jenaer, hatte in Jena Philosophie und Jura studiert und wurde in beiden Fächern promoviert. In Jena hat er sich habilitiert und hier wurde er ordentlicher Professor, bevor er einen Ruf an die Universität Kiel annahm und schließlich in Bayern eine beeindruckende Karriere als Lehrer, Gesetzgeber und Richter machte. Sein 250. Geburtstag am 14. November 2025 ist Anlass für die Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Jena, ein Vierteljahrhundert nach der letzten Jenaer Feuerbach-Tagung sein Werk und seine Wirkung einer breit angelegten, zeitgenössischen Analyse und Würdigung zu unterziehen.

Feuerbach250 ist eine für Universitätsangehörige, Gasthörer*innen und Interessierte offene und zugängliche Veranstaltung. Förmliche Anmeldungen sind nicht erforderlich; um Nachricht wird gleichwohl gebeten. Bitte beachten Sie die Hinweise zu Orten und Zeiten. Das Programm können Sie sich auch hierpdf, 479 kb als Faltblatt downloaden. Ein Plakat (A4) finden Sie hierpdf, 528 kb.

19.-21. Mai 2025: Tagung und Programm

  • Veranstalter*innen

    Prof. Dr. Anette Grünewald
    Prof. Dr. Florian Knauer
    apl. Prof. Dr. Adrian Schmidt-Recla
    Prof. Dr. Dr. h.c. Edward Schramm

  • Schirmherr*innen

    Der Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, Prof. Dr. Christoph Ohler
    Die Thüringer Ministerin für Justiz, Migration und Verbraucherschutz, Beate Meißner
    Der Bürgermeister der Gemeinde Hainichen (Camburg-Dornburg), Dr. Dennis Graen

  • Referent*innen

    Prof. Dr. Luís Greco, Humboldt Universität zu Berlin, Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht,
    ausländisches Strafrecht und Strafrechtstheorie

    Prof. Dr. Jan Dirk Harke, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Römisches Recht und Europäische Rechtsgeschichte

    Dr. Markus Hirte, LL.M., geschäftsführender Direktor des Mittelalterlichen Kriminalmuseums Rothenburg ob der Tauber und Lehrbeauftragter an der Friedrich-Schiller-Universität Jena

    Dr. Amina Hoppe, Universität Köln, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kriminologie

    Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Urs Kindhäuser, Universität Bonn, Institut für Strafrecht

    Prof. Dr. Florian Knauer, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Lehrstuhl für Strafrecht, Kriminologie, 
    Strafvollzugsrecht und Jugendstrafrecht

    Prof. Dr. Arnd Koch, Universität Augsburg, Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Risiko- und 
    Präventionsstrafrecht sowie Juristische Zeitgeschichte

    Prof. Dr. Ralf Kölbel, Ludwig-Maximilians-Universität München, Lehrstuhl für Strafrecht und Kriminologie

    Dr. Lucas Montenegro, LL.M., Max-Planck-Institut zur Erforschung von Kriminalität, Sicherheit und Recht, Freiburg i. Br.

    Prof. Dr. Konstantina Papathanasiou, Universität Liechtenstein, Professur für Wirtschaftsstrafrecht,
    Compliance und Digitalisierung

    apl. Prof. Dr. Adrian Schmidt-Recla, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Lektur für Bürgerliches Recht, Deutsche und Europäische Rechtsgeschichte und Medizinrecht

    Prof. Dr. Edward Schramm, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Wirtschaftsstrafrecht, Europäisches und Internationales Strafrecht

    Prof. Dr. Stephan Stübinger, Fernuniversität in Hagen, Lehrstuhl für Strafrecht und Strafrechtsgeschichte und Rechtsphilosophie

    Prof. Dr. Sascha Ziemann, Universität Hannover, Lehrstuhl für Strafrecht und Strafprozessrecht mit
    interdisziplinären Bezügen

  • Themen

    Montag, 19. Mai 2025

    FEUERBACH:HISTORISCH
    Zur Feuerbach-Rezeption in der sozialistischen Gesetzlichkeitswissenschaft der DDR (Schmidt-Recla)
    Feuerbachs „Civilistische Versuche“ (Harke)
    Feuerbach und der gemeinrechtliche Inquisitionsprozess (Hirte)
    Feuerbach und Kaspar Hauser (Ziemann)

    Dienstag, 20. Mai 2025

    FEUERBACH:DOGMATISCH
    Hypothetisches und Kategorisches in der strafrechtlichen Grundlagendiskussion seit Feuerbach (Greco)
    Was ist das Psychologische in der psychologischen Zwangstheorie? (Stübinger)
    Die Feuerbach-Biografie von Gustav Radbruch (Koch)

    FEUERBACH:INTERNATIONAL
    Feuerbach und das StGB Griechenlands (Papathanasiou)
    Feuerbach und Lateinamerika. Rede und Gegenrede (Montenegro)

    FEUERBACH:KLASSISCH
    Strafrechtliche „Schuld“ bei Feuerbach (Kindhäuser)

    Mittwoch, 21. Mai 2025

    FEUERBACH:KRIMINOLOGISCH UND KRIMINALPOLITISCH
    Feuerbachs „Aktenmäßige Darstellung merkwürdiger Verbrechen“ in kriminologischer Lesart (Kölbel)
    Die Skepsis Feuerbachs gegenüber einem territorial entgrenzten Strafrecht: Wie „entfernt“ darf der „Gegenstand des Verbrechens“ sein? (Schramm)
    Feuerbachs Verständnis von Kriminalität und Strafe – Annahmen, Entwicklungen und Aktualität aus kriminologischer Sicht (Hoppe)

    FEUERBACH:MEDIAL
    Von Feuerbach zum Jurafuchs – Einige Beobachtungen zur Entwicklung der Lehrformate zum Strafrecht in den letzten 200 Jahren (Knauer)

    Das Programm gibt's auch hierpdf, 479 kb zum download.

  • Orte und Zeiten

    Montag, 19. Mai 2025, 14:00-17:30 Uhr, Fürstengraben 27, D-07743 JENA, Großer Rosensaal

    Montag, 19. Mai 2025, 19:00-22:00 Uhr, Kino am Markt, Markt 5, D-07743 JENA

    Dienstag, 20. Mai, 2025, 9:00-17:00 Uhr, Fürstengraben 27, D-07743 JENA, Großer Rosensaal

    Mittwoch, 21. Mai 2025, 9:00-13:00 Uhr, Fürstengraben 27, D-07743 JENA, Großer Rosensaal

  • Kaspar Hauser

    Am Montag, 19. Mai präsentieren wir den 1974 unter der Regie von Werner Herzog entstandenen Spielfilm JEDER FÜR SICH UND GOTT GEGEN ALLE im Jenaer Kino am Markt. Für die Aufführungsrechte danken wir der Werner Herzog Film GmbH. Studierende haben dazu freien Eintritt. Prof. Dr. Sascha Ziemann eröffnet den Abend mit seinem zum Tagungsprogramm gehörenden Vortrag „Feuerbach und Kaspar Hauser“.

Kontakt

Edward Schramm, Univ.-Prof. Dr.
vCard
Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Wirtschaftsstrafrecht, Europäisches und Internationales Strafrecht
Raum 2.90
Carl-Zeiß-Straße 3
07743 Jena Google Maps – LageplanExterner Link
Adrian Schmidt-Recla, apl. Prof. Dr.
vCard
Raum 3.56
Carl-Zeiß-Straße 3
07743 Jena Google Maps – LageplanExterner Link

Förderer

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